„Unser“ VfB steht zum ersten Mal seit 13 Jahren wieder im Achtelfinale eines europäischen Wettbewerbs – und dort wartet ein echtes Schwergewicht: Der FC Porto, mehrfacher nationaler Meister und Championsleaguesieger. Für Fußballfans ist das natürlich ein echtes Highlight. In der Playoffs gibt dabei sowohl ein Hin- und Rückspiel, zuhause und in Porto. Das Heimspiel werden wir im Stadion sehen, aber für eine Reise nach Porto reicht die Zeit mal wieder nicht und ehrlich gesagt, nach den Erfahrungen der „Auswärtsfahrer*innen“, wissen wir auch gar nicht, ob wir so richtig Lust darauf haben… Sei es drum – wir machen uns zu diesem Anlass einfach einen portugiesischen Abend.Nun liegt Porto natürlich nicht am Mittelmeer, aber eine gewisse Nähe zur mediterranen Küche ist durchaus zu erkennen. Es passt dieses Mal also noch deutlich besser zu unserem Blog als noch beim Zwischenrundenspiel gegen Celtic Glasgow.
Porto auf dem Tisch – unser portugiesischer Fußballabend
Unsere Recherchen ergaben, dass Fisch eine große Rolle Rolle spielt – angesichts der Lage sowohl am Atlantik als auch dem großen Fluss Douro. Gegessen werden beispielsweise schlicht gegrillte Sardinen. Traditionell werden die kleinen Fische einfach über Holzkohle gegrillt, nur mit grobem Meersalz gewürzt und mit Brot oder Kartoffeln serviert. Aber auch aufwändiger verarbeiteter Kabeljau, wie in den typischen Bolinhos de Bacalhau – Kabeljau-Kartoffelbällchen. Überhaupt ist Kabeljau so etwas wie der Nationalfisch in Portugal, so sagen Portugiesen gern, es gebe „365 Rezepte für Bacalhau, eines für jeden Tag des Jahres“. Die Bolinhos gehören zu den beliebtesten Varianten: knusprig, herzhaft und perfekt zum Teilen.
Besonders spannend aus unserer Sicht: Broa de Milho, portugiesisches Maisbrot – wenn das nicht perfekt zu natürlich glutenfreier Küche und „Gemeinsam am Tisch“ passt! Mais wurde erst nach der Entdeckung Amerikas im 16. Jahrhundert in Europa verbreitet, fand aber besonders im Norden Portugals schnell seinen Platz. Dort ersetzte er teilweise andere Getreide und wurde zu einem wichtigen Grundnahrungsmittel. Broa ist kräftig, leicht süßlich und hat eine feste Kruste – ein Brot, das ursprünglich für harte Feldarbeit gedacht war und bis heute hervorragend zu Fischgerichten passt.
Auch wenn wir es an diesem Spieltag nicht an den Douro schaffen, reicht vielleicht schon der Duft von gegrilltem Fisch, warmem Maisbrot und einem Glas Portwein, um ein kleines Stück Porto nach Hause zu holen.


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