Chiasamen – meistens begegnen sie uns auf Social Media mit dem Etikett: „Superfood“. Ein Begriff, der vieles verspricht und gleichzeitig wenig erklärt.
Dennoch wurden wir neugierig, denn wenn man das Marketing einmal ausblendet, bleibt eine Zutat, die ursprünglich aus Mexiko und Guatemala stammt und bereits bei den Azteken und Maya eine Rolle gespielt hat.
Weit entfernt von allem, was wir klassisch mit mediterraner Küche verbinden.
Chiasamen sind geschmacklich sehr zurückhaltend, fast neutral. Aber sie sind gesund: Die Samen enthalten Ballaststoffe, pflanzliche Omega-3-Fettsäuren sowie Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium. Durch ihre Quellfähigkeit sorgen sie zudem für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Das macht sie weniger zu einem „Wundermittel“, sondern eher zu einer sinnvollen Ergänzung – besonders dann, wenn sie Teil einer insgesamt ausgewogenen Ernährung sind.
Die Textur ist interessant: Nach dem Quellen entsteht etwas eine leicht gelartige Struktur, die andere Zutaten trägt, ohne sie zu überdecken. Hier setzen wir mit unserer „mediterranen“ Interpretation an: Honig, Mandelmilch, Joghurt, der Geschmack von Vanille und Orange kommen so gut zur Geltung. Etwas Crunch bringen Pinienkerne.
Auch wenn Chia geografisch nicht ins Mittelmeer gehört, gibt es zumindest eine gewisse botanische Nähe: Die Pflanze Salvia hispanica gehört zur Familie der Lamiaceae – also derselben Familie wie viele mediterrane Kräuter. Es zeigt sich mal wieder, dass Migration bereichernd sein kann.


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