Wir haben uns ja immer noch nicht so richtig an europäische Abende mit unserem VfB gewöhnt – und genau deshalb sind sie nach wie vor etwas ganz Besonderes.
Zum ersten Play-off-Spiel müssen die Jungs aus Cannstatt nach Glasgow – zu Celtic.
Couchgating Celtic Glasgow vs. VfB Stuttgart
Was fällt uns zu Glasgow ein? Da wir noch nie dort waren fällt uns erstmal gar nicht so viel ein. Bei The Grand Tour machten sich Clarkson und Co. über die schottische Vorliebe für Frittiertes lustig und jede*r hat schon von Haggis gehört. Getränkeseitig ist es dagegen eindeutig: Whisky (in Schottland ohne e!) ist typisch schottisch.
Nach ein wenig Recherche wurde klar: Neben Haggis und Whisky ist auch Lachs für Schottland fast schon ein Nationalprodukt.
Und damit war die Inspiration geboren.
Lachs mit schottischer Glaze
Die Glasur bekommt für echte Glasgow-Vibes einen guten Schuss Whisky, abgerundet durch Honig für die Karamellnote, Senf, Zitronenzeste und Pfeffer runden unsere schottische Glaze ab.
Lachs grillen
Eigentlich ist Lachs vom Grill unkompliziert – besonders, wenn ihr etwas Zubehör habt. Idealerweise habt ihr:
- Ein schönes Stück Lachs mit Haut
- Einen Grill mit direkter und indirekter Hitze
- Ein Thermometer
- Idealerweise ein Zedernholzbrett
Den Lachs legt ihr auf das gewässerte Zedernholzbrett und gart ihn bei etwa 180°C in der indirekten Zone.
Das Brett darf dabei ruhig etwas ankokeln – genau das sorgt für feine Raucharomen. Gleichzeitig schützt es den empfindlichen Fisch vor zu starker direkter Hitze.
Da ihr den Grill möglichst geschlossen halten solltet, empfiehlt sich ein Thermometer.
Als Kerntemperatur peilt ihr etwa 60°C an – im Zweifel lieber einen Grad zu wenig als zu viel. Bei etwa 60°C ist Lachs im Kern saftig, glasig und zart – genau zwischen roh und trocken.
Unter 55°C bleibt er sehr weich und fast sashimi-artig, über 63°C beginnt das Eiweiß stärker auszutreten und der Fisch wird schnell trocken.
60°C ist also der Sweet Spot zwischen Textur, Saftigkeit und vollem Aroma – besonders auf dem Grill.
Whisky & Gluten – eine kurze Einordnung
Whisky wird häufig aus Gerste hergestellt, also aus einem glutenhaltigen Getreide. Durch die Destillation bleibt das Gluten jedoch im Rückstand zurück – es ist chemisch nicht flüchtig und geht nicht in das Destillat über.
Nach der geltenden EU-Definition darf ein Produkt als „glutenfrei“ bezeichnet werden, wenn es weniger als 20 mg/kg Gluten enthält. Reine destillierte Spirituosen gelten nach aktuellem Stand der Wissenschaft als glutenfrei.
Viele Hersteller verzichten dennoch auf eine offizielle Glutenfrei-Deklaration – meist aus kennzeichnungsrechtlichen Gründen, nicht aufgrund nachgewiesener Glutenrückstände.
Für unsere Glaze verwenden wir nur eine kleine Menge Whisky. Wer ganz sicher gehen möchte, kann sich zusätzlich an ausdrücklich glutenfrei ausgelobten Produkten orientieren.
Übrigens:
Das Zedernholzbrett könnt ihr problemlos weiterverwenden, selbst wenn es etwas dunkel geworden ist. Einfach abspülen, trocknen lassen – und beim nächsten Mal gegebenenfalls umdrehen.
Kulinarisch sind wir jetzt jedenfalls vorbereitet – mit schottischem Lachs, etwas Rauch, einem Hauch Whisky und ordentlich internationalem Flutlichtgefühl auf der Terrasse.



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