Mirage Currywurst

Deutscher Klassiker mit leiser mediterraner Note

Während wir das Gefühl bekommen, dass schon wieder Last Christmas aus dem virtuellen Plattenschrank hervorgekramt wird, ist bei uns gerade Couchgating Hochsaison. Wir kommen gefühlt gar nicht hinterher mit der Planung für die kulinarische Begleitung von Sportevents. Madrid-Game der NFL hier, Euroleague des VfB da, dazwischen ist noch Formel 1 und demnächst auch wieder das NFL-Thanksgiving-Game. Gar nicht so leicht, hier immer etwas passendes zu finden.

Am Wochenende steht eigentlich wenig besonderes an, aber ein Auswärtsspiel unseres VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund war in der Vergangenheit oft sehenswert und hatte zuletzt auch oft Grund zum Feiern gegeben.

Weder bei Stuttgart noch Dortmund ist es jetzt übermäßig einfach eine Brücke zu mediterraner Küche zu schlagen, deswegen versuchen wir es auch gar nicht. Viel mehr überlegten wir, was denn passendes Fanfood sein könnte. Dem Millionenbusiness Bundesliga Bodenständigkeit zu unterstellen wäre zu viel, aber so ein Ligaspiel fühlt sich natürlich viel alltäglicher an, als ein VfB-Euroleague-Ausflug nach Istanbul.

Wir bleiben kulinarisch also in Deutschland mit einem echten Imbissklassiker. Ende der 1940er Jahre in West-Berlin hatte eine Imbissinhaberin die Idee, eine Brühwurst mit exotischen Zutaten zu kombinieren, die sie wahrscheinlich von britischen Soldaten kannte. Zumindest lautet so die Geschichte, wie sie vom Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf erzählt wird.1 Ob es stimmt, haben wir nicht geprüft – aber es war auf ein riesiger Erfolg – kaum ein klassischer Imbissstand, der sie nicht anbietet.

Laut einem bekannten LLM („KI“) ist die Currywurst in Dortmund besonders beliebt. Daher Grund genug anlässlich des Spiels unsere eigene Mirage Currywurst zu kreieren.

Die Frage ist natürlich: Welche Wurst? Die originale Brühwurst? Oder doch eher die Variante mit Bratwurst? Oder mal etwas anderes und eine vegetarische Variante? Die intensive Sauce könnte den teilweise etwas merkwürdigen Eigengeschmack der Veggie-Varianten gut kaschieren… Ideal um mal eine Veggie-Wurst auszuprobieren

Ob Erbsenprotein oder Schweinefleisch – wir werden die Wurst nicht brühen, sondern Grillen. Der Hauptdarsteller ist so oder so die Sauce: Tomaten als Basis, Knoblauch, Zwiebel, Currypulver. Die Mirage-Note kommt durch Kräuter der Provence und eine weitere französische Zutat: Verjus. Verjus (von französisch „grüner Saft“) wird aus unreifen Trauben gewonnen und kann als eine feinere Alternative zum Essig verwendet werden, die wir für die Säure in der Sauce benötigen.

Mirage Currywurst

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Gericht: HauptgerichtKüche: GrillenSchwierigkeit: Leicht
Portionen

4

Portionen
Kochzeit

30

minutes
Grillzeit

20

minutes

Rezept für unsere Mirage Currywurst

Kochmodus

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Zutaten

  • 300 g fein gehackte Tomaten

  • 1 kleine Schalotte

  • 1 Zehe Knoblauch

  • 2 EL Olivenöl

  • 1 TL Tomatenmark

  • 1 TL Kräuter der Provence

  • 1/2 TL Piment d’Espelette

  • 1 TL Currypulver

  • 1/2 TL süßes Paprikapulver

  • 1 Prise Kurkuma

  • 1 TL Honig

  • 20 ml Verjus

  • Salz

  • schwarzer Pfeffer

  • Harissa

Anweisungen

  • Currysauce
  • Knoblauch und Zwiebeln sehr fein hacken und im Olivenöl glasig anbraten
  • Tomatenmark hinzufügen und mitbraten
  • Tomaten hinzufügen
  • Kräuter, Gewürze und Honig hinzufügen (Harissa, Salz und Pfeffer aussparen) und 15 Minuten köcheln lassen, bis sich die Flüssigkeit deutlich einreduziert hat
  • Verjus hinzufügen und nochmal aufkochen lassen
  • Mit Salz, Pfeffer und Harissa abschmecken
  • Grillen
  • Bratwurst auf direkter Hitze grillen bis sie eine schöne Bräune erreicht hat
  • In ungefähr 2 cm dicke Scheiben schneiden und Sauce großzügig darübergeben
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  1. Quelle: Gedenktafel für Herta Heuwer – Berlin.de ↩︎

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