Carpaccio – eine edle Vorspeise aus dünn aufgeschnittenen Scheiben der Rinderlende, gewürzt mit Parmesanspänen, Rucola, Zitrone, manchmal Trüffeln. Benannt ist das Gericht wahrscheinlich nach dem venezianischen Maler Vittore Carpaccio, der eine besondere Vorliebe für kräftige Rottöne hatte – wie sie eben auch frisches Rindfleisch aufweist.
Wir probieren das heute auch, aber in einer Alltagsvariante ohne die edlen Zutaten und sogar vegetarisch. Die Grundlage bildet die Rote Bete. Wäre sie zu seinen Lebzeiten in dieser Form bereits bekannt gewesen, hätte sie mit ihrer kräftigen Farbe Vittore sicher gefallen. Die Pflanze stammt höchstwahrscheinlich ursprünglich aus Nordafrika und wurde von den Römern nach Südeuropa gebracht, trotz ihrer Verbreitung in der nord- und osteuropäischen Küche ein echt mediterranes Produkt also.
Da die Rote Bete ab August erntereif ist, findet ihr sie jetzt regelmäßig auf den Wochenmärkten – perfekt für unser heutiges Gericht.
Rezept
Zutaten
- 2 Knollen rote Bete
- 100 g Fetakäse
- 30 g Pinienkerne
- 1 Bund Rucola
- 20 ml gutes Olivenöl
- 10 ml alter Balsamico
- Fleur de sel
- schwarzer Pfeffer
Zubereitung
Rote Bete kochen, bis sie weich ist. Das kann je nach Größe der Knolle durchaus eine dreiviertel Stunde dauern. Ihr könnt das auch gut am Vortag vorbereiten und die rote Bete im Kühlschrank aufbewahren.
Feta Käse in einer Schüssel mit der Hand zerbröseln, Rucola sorgfältig waschen.
Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett unter ständigem Rühren anrösten. Vorsicht, sie brennen sehr leicht an.
Rote Bete abkühlen lassen und in dünne Scheiben schneiden. Das geht entweder mit dem Messer oder auch mit einer Reibe, aber Vorsicht mit den Fingern!
Rote Bete Scheiben überlappend kreisförmig auf dem Teller anrichten und dezent pfeffern. Mit den Fetakrümeln bestreuen, Rucola darüber geben. Mit Olivenöl und Balsamico beträufeln. Abschließend die Pinienkerne sowie etwas Fleur de Sel darübergeben.


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