Heute widmen wir uns einer unspektakulären Zutat, die aber insbesondere der norditalienischen Küche große Bedeutung hat und hier fast schon ein Grundnahrungsmittel ist: Polenta, gekochter Maisgrieß.
Bevor der Mais nach Europa kam, waren bereits andere Breie aus Dinkel, Hirse oder Buchweizen verbreitetes Arme-Leute-Essen. Im 16. Jahrhundert kam der Mais dazu und die Polenta wurde zum Grundnahrungsmittel: In Regionen wie Venetien, der Lombardei oder Friaul war Polenta das, was Brot anderswo war.
Heutzutage wird sie in vielerlei Formen als Beilage serviert: Cremig (weich, fast wie ein Püree), fest und geschnitten, gegrillt oder gebraten und häufig kombiniert mit Schmorgerichten, Pilzen, Wild und kräftigen Saucen.
In der Provence ist sie klassischerweise nicht so verbreitet, passt aber dennoch sehr gut zum Beispiel zur Daube provençale.
Mirage Notes: Warum diese Zutat?
Polenta drängt sich nicht in den Vordergrund.
Sie sucht nicht nach Aufmerksamkeit.
Und genau deshalb ist sie so wertvoll.
In einem Gericht wie der Daube Provençale übernimmt sie eine stille Aufgabe:
Sie nimmt auf, verbindet, trägt.
Die Sauce wird nicht nur begleitet – sie wird aufgenommen, gehalten, weitergegeben.


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