Tarte au Citron mit Baiser – glutenfrei & inspiriert von der Côte d’Azur

Eine Tarte, inspiriert vom Zitronenfest in Menton an der Côte d’Azur

Tarte au citron

Unsere Reise entlang der Côte d’Azur begann in Menton – der Stadt der Zitronen, beinahe schon Italien.

Einmal im Jahr wird dort die Fête du Citron gefeiert. Doch eigentlich spielt die Zitrone hier das ganze Jahr über eine besondere Rolle. Nicht als Hauptdarsteller im klassischen Sinne, sondern als Element, das alles hebt: ein Spritzer über Fisch an der Küste, etwas Abrieb in einem einfachen Teig, so bringt sie einen Hauch Frische in der warmen Luft eines späten Nachmittags.

Genau dieses Gefühl inspirierte auch diese Tarte. Die Füllung, ein Lemon Curd dessen Rezept wir von Aurélie von Französisch Kochen übernommen haben (übrigens große Empfehlung!) bringt eine klare, frische Säure – präsent, aber nicht aggressiv. Das Baiser nimmt diese Säure auf und verwandelt sie in etwas Weiches, Rundes. Nichts dominiert, alles balanciert sich aus.

Mirage Notes: Warum Zitrone?

Zitrone ist in der mediterranen Küche selten der Hauptdarsteller – und genau das macht sie so besonders.

Sie bringt Spannung, ohne schwer zu sein. Sie hebt Aromen, statt sie zu überdecken. Gerade in Desserts sorgt sie für Balance: Süße wird leichter, Texturen wirken frischer, alles bekommt mehr Klarheit.

In dieser Tarte ist sie das verbindende Element zwischen Boden, Curd und Baiser – und damit mehr als nur Geschmacksträger.

Zitronen in Menton

Das Bild ist nicht gestellt.
Kein perfektes Schaustück aus der Vitrine – sondern der Versuch, sich ein kleines Stück Menton in einen verregneten Märztag in Deutschland zu holen.

Tarte au citron

5.0 von 1 vote
Gericht: DessertKüche: FranzösischSchwierigkeit: Mittel
Portionen

12

Stücke
Vorbereitungszeit

1

hour 
Backzeit

1

hour 
Gesamtzeit

2

hours 

30

minutes

Rezept für eine kleinere Tarte mit 24 cm Durchmesser

Kochmodus

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Zutaten

  • Tarte Boden
  • 250 g Mehl Mix C von Schär

  • 125 g Butter

  • 60 g Zucker

  • 10 g Vanillezucker

  • 1 Ei

  • 1 TL Xanthan

  • Lemon Curd
  • 200 ml Zitronensaft

  • 200 g Zucker

  • 4 Eier

  • 80 g Butter

  • 30 g Glutenfreie Speisestärke

  • Baiserhaube
  • 2 Eiweiß

  • 100 g Zucker

  • 1 Prise Salz

  • 1 TL Glutenfreie Speisestärke

Anweisungen

  • Tarte Boden
  • Trockene Zutaten in einer Schüssel gut vermengen
  • Kalte Butter, Wasser sowie das Ei hinzugeben
  • Gut kneten bis eine homogene Teigkugel entsteht
  • 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen
  • Tarteform währenddessen einfetten
  • Teig vorsichtig ausrollen. Tipp: Ich rolle den Teig auf zwei Streifen Klarsichtsfolie aus, so lässt er sich nachher auch gut hochheben und in die Form legen.Teig wird vorsichtig auf Frischhaltefolie ausgerollt
  • Teig in eine Tarteform legen, Ränder mit den Fingern hochziehen und überschüssigen Teig an den Rändern entfernen. Anschließend mit einer Gabel einige Male einpieksen.
  • Um zu verhindern, dass der Teig aufgeht und um eine schöne Tarteform zu erhalten muss nun „blind“ gebacken werden. Dazu legen wir den Tarteboden mit Backpapier aus (glatte Seite zum Teig hin) und markieren die Größe der Form mit einem BleistiftVorbereitung zum Blindbacken einer Tarte: Backpapier wird zugeschnitten
  • Anschließend schneiden wir das Backpapier bis zur gezeichneten Linie in Richtung des Mittelpunkts des Kreises einVorbereitung zum Blindbacken einer Tarte: Backpapier wird zugeschnitten
  • Anschließend legen wir den Tarteboden mit dem so vorbereiteten Backpapier aus und geben Blindbackkugeln (gibt es im Fachhandel oder natürlich online) oder mit Linsen o.ä. hinein. Dies verhindert, dass der Tarteboden aufgeht und keinen Platz für die Füllung lässtBackperlen auf Backpapier in einer Tarteform zum Blindbacken
  • So geben wir den Tarteboden für 20 Minuten bei 180°C Umluft in den vorgeheizten Backofen
  • Nach 20 Minuten holen wir den Boden raus, entfernen vorsichtig das Backpapier mit den Blindbackkugeln und geben den Boden nochmal für 15 Minuten in den Ofen.Backperlen werden nach dem Blindbacken der Tarte entfernt
  • Lemon Curd
  • Zitronensaft mit Zucker und Butter unter schwacher Hitze verrühren, gerade so warm, dass die Butter und der Zucker gut schmelzen, dabei aber nicht zu heiß werden lassen
  • Eier aufschlagen und homogen in einer großen Schüssel verrühren
  • Ein Teil der Saft-Zucker-Mischung (2-3 EL) nehmen und mit der Stärke verrühren bis sich eine homogene Masse bildet
  • Stärke-Mischung langsam mit der restlichen Zucker-Saft-Mischung im Topf mit einem Schneebesen verrühren
  • Stärke-Saft-Mischung nun langsam und unter kräftigem Rühren in die Schüssel zu den Eiern geben
  • Mischung wieder in den Topf geben und vorsichtig und unter ständigem Rühren erwärmen. Es darf auf keinen Fall über 75°C heiß werden, da sonst die Eier stocken – Rührei-Gefahr!
  • Rühren, bis die Crème dickflüssig wird. Nach dem Abkühlen kann sie sofort verwendet werden.
  • Baiser-Haube
  • Eiweiß mit dem Salz steif schlagen
  • Puderzucker einrieseln lassen und weiterschlagen bis sich eine glänzende und feste Crème ergibt. Die Speisestärke unterheben, sie hilft bei der Stabilität
  • Zusammenbau
  • Lemon Curd auf die abgekühlte Tarte streichen
  • Baiser auf die Curd streichen, idealerweise bis an die Ränder. Mit einem Spritzbeutel könnt ihr hübsche „Peaks“ erstellen, oder ein anderes Muster aufbringen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auf unserem Bild haben wir sie bewusst rustikal mit dem Spatel aufgetragen.
  • Gebt das ganze nochmal bei 180°C Ober/Unterhitze für 8 Minuten in den Ofen – so gart das Baser durch. Zusätzlich könnt ihr mit einem Brenner das Baiser an der Oberfläche ankaramellisieren, das hebt den Geschmack nochmal deutlich

Notizen

  • Der schwierigste Teil ist definitiv der Lemon Curd, der etwas Übung erfordert. Das Rezept haben wir von Aurélie von Französischkochen, hier ist es auch nochmal detaillierter beschrieben. Alternativ gibt es auch fertige Lemon Curds zu kaufen – diese sind meistens auch länger haltbar, da zuverlässiger pasteurisiert als die selbstgemachte Variante.
  • Achtet bei der Speisestärke darauf, dass sie als glutenfrei deklariert ist wenn ihr für Zöliakie-Betroffene backt.
  • Statt Xanthan könnt ihr auch Flohsamenschalenpulver verwenden. Es dient ebenso zur Bindung des Teiges und ersetzt so – zumindest teilweise – die Klebereigenschaften des Glutens. Erfahrungsgemäß wird der Teig mit Flohsamenschalenpulver jedoch etwas bröseliger als mit Xanthan.
  • Die Backzeiten können leicht abweichen. Wir verwenden eine relativ schwere Keramik-Tarteform, die entsprechend Zeit benötigt um heiß zu werden. Mit Stahlblechformen ist die Backzeit vermutlich etwas kürzer.
  • Da sowohl Lemon Curd als auch Baiser auf Ei basieren, sollte die Tarte nach dem Backen kühl gelagert und innerhalb von 1–2 Tagen verzehrt werden.
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