Wie wird eigentlich in der Provence Weihnachten gefeiert? Kulinarische Besonderheit sind sicher die Treize Desserts, also dreizehn verschiedene Süßigkeiten die den Abschluss des gemeinsamen Abendessens (gros souper) vor der Mitternachtsmesse bilden. Zu diesen Dreizehn, die möglicherweise an Jesu und seine 12 Jünger erinnern sollen, gehören zum Beispiel weißer und dunkler Nougat, Fougasse, getrocknete Datteln und häufig auch die sogenannten Calissons d’Aix, die wir heute herstellen wollen.
Traditionellerweise kommen die Calissons mit sehr wenigen Zutaten aus: Sie bestehen hauptsächlich aus Mandeln und kandierter Melone, überzogen mit einer Schicht Glaçage Royal, einer Glasur aus Eiweiß und Zucker. Teilweise wird auch kandierte Orange und Orangenblütenwasser zur Aromatisierung hinzugegeben.
Die Ortsbezeichnung im Namen dieser Süßigkeit bezieht sich auf den Ort ihrer Erfindung, die Stadt Aix en Provence, der Name selbst der Legende nach auf den provenzalischen Ausspruchs des Pâtissiers als er der Königin auf die Frage nach dem Namen antwortete: „Di calin soun“ – Etwa: Eine liebevolle Umarmung.
Ihre Form bezieht sich, genauso wie die Navettes de Marseille, auf die typischen Boote in der Region.
Da sie kein Mehl enthalten, eignen sich die Calissons perfekt für die glutenfreie Küche, beim Kauf muss man allerdings vorsichtig sein: Da sie häufig klebrig sind, werden sie auf Oplaten oder Esspapier hergestellt, was häufig aus Weizenmehl hergestellt wird.
Kein Problem, das schwierigste an der Herstellung ist die Beschaffung der Zutaten – Orangenblütenwasser und kandierte Melone ist leider nicht alltäglich in deutschen Supermärkten. Online findet ihr es aber problemlos. Das zweite Thema ist allenfalls ein kräftiger Mixer, der mit der klebrigen Konsistenz des Fruchtteiges klarkommt. Ist ein solcher vorhanden hier das Rezept:
Mit diesem Rezept wünschen wir all jenen, die es feiern, schöne Weihnachten und allen anderen schöne Feiertage!


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